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Wenn Du keine Angst vor den Stimmen in Dir hast, wirst Du auch keine Angst vor den Kritikern im Aussen haben.

SCHREIBEN & MEDITATION

Die Schreibmeditation ist eine ganzheitliche, achtsame Erfahrung, bei der die beiden Schlüsselpraktiken Schreiben und Meditation genutzt werden, um die Quelle der Kreativität und des Friedens anzuzapfen, die in Dir lebt.

Du benötigst keine Vorkenntnisse, da der Schwerpunkt auf der Praxis liegt. Das Ziel liegt in der Bewegung deiner Hand über das Blatt und nicht auf der Erschaffung einer Geschichte oder eines Gedichts - obwohl das vielleicht dabei herauskommt.

An unseren Schreib- und Meditationsabenden erwartet Dich ein intimes Treffen mit Dir selbst.

In einem schönen und sicheren Ambiente ermöglichen wir Dir die Reise durch die Schichten deines Selbst zu einer zentralen Intimität.

Die Teilnehmeranzahl ist auf 6 Personen beschränkt.

Wir starten mit einer Meditation...

Dann öffnen wir unsere Augen und beginnen zu schreiben. Unser Text beginnt mit «Ich erinnere mich (nicht)…»

Es ist wichtig, dass wir unser Schreiben bzw. unsere Hand fliessen lassen und den Stift nie ablegen. Mit dieser Schreibpraxis gelangen wir in die Tiefe und nehmen wahr, wie wir wirklich denken, sehen oder fühlen, wenn unser ursprünglicher Geist nicht mehr von Ängsten oder Konventionen überlagert wird.

Es folgt das laute Vorlesen der intimen Rohtexte. Es ist kein Zwang, ich empfehle es aber jedem sehr den dargebotenen, sicheren und bewertungsfreien Raum hierfür zu nutzen. Das Vorlesen gibt uns eine weitere Chance, unseren Geist so anzunehmen wie er ist. Und es schliesst die Lücke zwischen dem, was wir glauben, geschrieben zu haben, und dem, was tatsächlich auf dem Papier steht. Alle Teilnehmenden lassen das Gelesene unkommentiert und unbewertet im Raum stehen. Jeglicher Inhalt verlässt den Raum nicht.

Danach folgt eine weitere Meditation...

Dann öffnen wir erneut unsere Augen und beginnen zu schreiben. Unser Text beginnt mit «Ich bin…» 

Exkurs zum inneren Kritiker 

«Nicht mal dafür bist du gut!»

«Dafür bist du also auch zu blöd!»

«Du glaubst doch nicht im Ernst dass das was wird!»

«Du kannst das ja doch nicht!»

«Du verdienst es auch echt nicht besser!»

«Heute kommt es heraus, dass ich eigentlich gar nichts kann!»

«Mach Dir mal keine Mühe, klappt sowieso nicht!»

 

 

Auf Dauer würden wir es Niemanden erlauben so abwertend, verächtlich und zynisch mit uns zu sprechen. Menschen mit solchen Idealen verbannen wir meist schnell aus unseren Leben um unser Seelenheil zu bewahren. Wir würden diesen Menschen aus unserem Leben verbannen, weil wir spüren, dass er uns nicht gut tut. Der stärkste Kritiker jedoch kommt nicht von aussen, er ist in uns.

 

Der innere Kritiker ist ein Pessimist und ein Schwarzmaler der eigenen Person.

Er ist radikal in seinem Urteil, kennt keine mildernden Umstände, ist gnadenlos, ungerecht, manipulierend, heimtückisch, verletzend und sehr raffiniert.

Er kennt alle unsere Schwachpunkte und ist der erste der Kapital aus unserer Not schlagen will. Gerne verbündet er sich auch mit Personen von aussen, indem er leise flüstert «Schau mal, der denkt bestimmt auch…»

Er ist immer da, doch je grösser die anstehenden Aufgaben, Entscheidungen oder Veränderungen sind, desto lauter schreit er. Er ist es, der uns in Konfliktsituationen sprachlos werden lässt, uns die Kehle zuschnürt und unsere Gedanken benebelt. Er bestimmt was nicht geht, er lässt «Fehler» von früher auf dem inneren Monitor erscheinen mit dem Ziel den Selbstwert zu schmälern.

 

Mit der freien Schreibform lernen wir schrittweise, die oben beschriebene graue Eminenz verstummen zu lassen und uns von der verheerenden Wirkung seiner Kritik befreien zu können. Wir suchen dabei nicht den offenen Kampf, geben ihm aber auch keine weitere Nahrung. Aus diesen Gründen ist es wichtig, unseren Schreibfluss nicht zu unterbrechen, nichts durchzustreichen, umso unserem grössten Kritiker keine Bühne zu geben.

Nun erfolgt eine weitere Runde des lauten Vorlesens.

 

Mit weiteren Techniken ergibt sich zum Schluss ein Haiku oder auch eine andere Gedichtform. Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform, welche heute weltweit verbreitet ist. Das Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt.

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